Spieglein,
Spieglein in der Hand,
die
Frösche kleben an der Wand,
kein
Prinz ist rausgekrochen,
wie’s
Brüder Grimm versprochen...
Tischlein
deck dich wird immer schwerer,
das
Portemonnaie der Menschen leerer,
das
Märchen vom Schlaraffenland
im
Niedriglohn sein Ende fand.
Dornröschen
verspürt
keine Lust
auf
Haushalt, Job, Beziehungsfrust,
schläft
lieber vor der Glotze ein,
träumt
sich das Leben bunt und fein.
Schneewittchen
muss sich Zwerge borgen,
hat
keine eignen zu versorgen,
das
Märchen mit Hans im Glück ist aus,
er
zog zur Freundin ins Nachbarhaus.
Hänsel
und Gretel, die hübschen beiden
haben unter Armut zu leiden,
die Eltern rauchen und trinken
zu viel,
sehen das Leben als Kinderspiel.
Großmutter träumt
im Heim von Besuchen
mit Körbchen voll Wein
und frischem Kuchen,
von braven Enkeln
mit roten Mützen,
die reden, statt am PC zu
sitzen.
***
Neue Märchen braucht
das Land...
von Bayern bis zur Waterkant,
vom Rheinland bis zum Holsten
Tor
ruft Volkes Stimme laut
im Chor:
"Der
Rettungsschirm von Angela
sei
auch fürs deutsche Märchen da!“
***
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© rena lessner / 25. mai 2012
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